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Hotline Zeitarbeit 0211-8371925

Berechnung und Höhe von Equal Pay

Ihr Anspruch auf Equal Pay („Gleiche Bezahlung“) umfasst alle Bruttoentgeltbestandteile, die Sie erhalten hätten, wären Sie zum konkreten Zeitpunkt für eine vergleichbare Tätigkeit beim Entleiher (Einsatzbetrieb) – neu! – eingestellt worden (BAG, Urteil vom 19.02.2014 – 5 AZR 1046/12).

Maßgeblich für Ihre Einstufung ist grundsätzlich das Gehalt desjenigen Stammmitarbeiters, der zuletzt eingestellt wurde. Das bedeutet, dass Ihnen Ihre Zeitarbeitsfirma die Bruttoentgeltvergütungsbestandteile zahlen muss, die einem vergleichbaren Stammbeschäftigten im Einsatzbetrieb oder – falls es diesen nicht gibt – in der Einsatzbranche zustehen. Das gilt insbesondere für Zulagen, Zuschläge, Urlaubsentgelt, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Sonderzahlungen, vermögenswirksame Leistungen, Prämien, Provisionen, Sachbezüge (Wertausgleich in Euro möglich) etc. Ferner zählen Sozialleistungen dazu, z. B. die Nutzung einer Kantine und verbilligte Mitarbeiterpreise.

Der Gleichbehandlungsgrundsatz gilt nicht für Kündigungsfristen, Urlaubsansprüche, die Auszahlung Ihres Arbeitszeitkontos etc.

Equal Pay wird immer als Zuschlag ausgezahlt (§ 3.2.6 iGZ-MTV). Auf dem Arbeitszeitkonto hingegen wird immer der Grundlohn laut Arbeitsvertrag verbucht. Für die Auszahlung Ihres Arbeitszeitkontos ist es daher egal, ob Sie Ihr Zeitguthaben aufgebaut haben, während Sie nach Equal Pay bezahlt wurden.

 Das heißt: Die Plusstunden auf Ihrem Arbeitszeitkonto werden nur mit der Stundenvergütung gezahlt, die in Ihrem Arbeitsvertrag als Grundlohn festgelegt ist.

Wichtig: es gilt immer der aktuelle tarifliche Stundensatz, d.h. seit der Vertragsunterzeichnung erfolgte Tariferhöhungen müssen vollständig berücksichtigt werden.