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Hotline Zeitarbeit 0211-8371925

Das Projekt "Servicestelle faire Zeitarbeit und Werkverträge"

Die Servicestelle faire Zeitarbeit und Werkverträge wird gemeinsam getragen vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS NRW) und dem Deutschem Gewerkschaftsbund NRW (DGB NRW). Die Finanzierung erfolgt durch Steuern und durch Mittel des Europäischen Sozialfonds. Das Projekt existiert bereits seit 2008 und wurde seither durchgehend von der Technologieberatungsstelle beim DGB NRW e.V. (TBS NRW) betrieben. Die aktuelle Projektlaufzeit endet im Juni 2021. Bis zum Beginn der neuen Förderperiode im Juli 2019 lautete der Projekttitel "Service-Hotline Zeitarbeit und Werkvertrag".

Zunächst konzentrierte sich das Projekt darauf, die Arbeitsbedingungen in der Leiharbeit zu verbessern. Seit Juli 2014 kümmern sich die Beraterinnen und Berater auch darum, den Missbrauch von Werkverträgen einzudämmen.

Alle Angebote sind kostenlos. Praktische Veränderungen lassen sich oftmals nur gemeinsam bewirken. Daher zählen nicht nur Arbeitsuchende und Beschäftigte zu den Zielgruppen, sondern auch betriebliche Interessenvertretungen (Betriebs- und Personalräte), ArbeitsvermittlerInnen in Jobcentern und Agenturen für Arbeit sowie MultiplikatorInnen, andere Beratungsstellen und die Tarifparteien.

Zu den Angeboten gehört eine schnelle und unkomplizierte Kontaktaufnahme über das Telefon oder per Email. Die Beraterinnen und Berater der Hotline hören zu, geben praxistaugliche Tipps und beantworten Fragen von Ratsuchenden zu arbeitsrechtlichen oder tarifvertraglichen Fragestellungen in der Zeitarbeit und bei Werkverträgen.

Betriebliche Interessenvertretungen unterstützen die Beraterinnen und Berater durch Inhouse-Workshops wie "Betriebsvereinbarung Leiharbeit" oder "Rechtliche Grundlagen zum Fremdfirmeneinsatz".

Das Informationsangebot der Servicestelle kann auch von Arbeitsagenturen und Jobcentern genutzt werden. Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler können wahlweise das dreistündige Schulungsangebot "Vermittlung in faire Zeitarbeit" oder eine ganztägige Intensivschulung in Anspruch nehmen. Arbeitssuchende sowie Kundinnen und Kunden der Jobcenter oder Agenturen für Arbeit unterstützt die Servicestelle durch das Vortragsangebot "Zeitarbeit - meine Rechte im Arbeitsvertrag", das vor Ort durchgeführt werden kann.

Laut Bundesagentur für Arbeit haben ca. ein Drittel der Beschäftigten in Zeitarbeit einen ausländischen Pass. Jede dritte Beschäftigungsaufnahme aus den wichtigsten Asylherkunftsländern erfolgt in der Zeitarbeit, regional liegt die Quote laut BA-Statistik sogar deutlich darüber. Daher gibt es auch ein Schulungsangebot, das explizit für BeraterInnen der Migrationsberatung und von mobilen Beschäftigten und Geflüchteten entwickelt wurde. Der Zeitrahmen ist flexibel, auch kostenlose ganztägige Inhouse-Schulungen sind möglich.

Zudem unterstützt die Servicestelle die Landesregierung, die Sozialpartner, öffentliche Stellen und Beratungsnetzwerke dabei, mögliche Handlungsfelder offenzulegen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Zu diesem Zweck geben die Beraterinnen und Berater ihre Erfahrungen weiter und moderieren interne wie öffentliche Veranstaltungen. Aktuelle Themen können auf den regelmäßig stattfindenden Fachtagungen mit einem breitem Publikum diskutiert werden.