Autor: Julia Kaballo

Vortrag „Zeit-/Leiharbeit: Meine Rechte im Arbeitsvertrag“ in Lippstadt

Auf Einladung der Beratungsstelle Arbeit aus Lippstadt war die Servicestelle Faire Zeitarbeit und Werkverträge in Lippstadt zu Gast. Rund 40 Teilnehmer:innen waren beim Vortrag „Zeit-/Leiharbeit: Meine Rechte im Arbeitsvertrag“ vor Ort. Projektleiter Johannes Beckmann informierte Jugendliche, Arbeitssuchende und Interessierte über grundsätzliche Fakten zum Thema Zeitarbeit, was die Besonderheiten des Dreiecksverhältnisses zwischen Arbeitnehmer:in, Zeitarbeitsfirma und Einsatzbetrieb sind und auf welche Rechte sich Zeitarbeitnehmer:innen berufen können.

Die Teilnehmer:innen berichteten auch von ihren eigenen bereits gesammelten Erfahrungen in der Zeitarbeit und konnten konkrete Fragen stellen.

Der Vortrag ist Teil der Arbeit der Servicestelle im Rahmen des Netzwerks gegen Arbeitsausbeutung. Mitglied dieses Netzwerks ist auch die INI – Initiative für Jugendhilfe, Bildung und Arbeit e. V. Die INI ist ein gemeinnützig anerkannter Verein und hat es sich seit der Gründung 1983 zur Aufgabe gemacht, für Jugendliche, Menschen mit Behinderungen und Menschen in besonderen Lebenslagen Perspektiven zu schaffen.

Foto: Servicestelle Faire Zeitarbeit und Werkverträge

Austausch zwischen Beratungsstellen Arbeit und Netzwerkpartnern in OWL

Am 26. April trafen sich in Rheda-Wiedenbrück die Beratungsstellen Arbeit und ihre Netzwerkpartner in Ostwestfalen-Lippe. Im Fokus des halbjährlich stattfindenden Austauschtreffens standen die aktuellen Herausforderungen in der Beratungsarbeit und gemeinsame Überlegungen, wie die strategische Zusammenarbeit zum Thema Arbeitsausbeutung in OWL verbessert werden kann.

Die Servicestelle Faire Zeitarbeit und Werkverträge ist Teil dieses Netzwerks. Sie schult die Berater:innen und ist Ansprechpartnerin für kompliziertere Beratungsfälle zum Thema Zeitarbeit.

Nach einer kurzen Bestandsaufnahme der aktuellen Beratungssituation, die nach wie vor durch die eingeschränkte Erreichbarkeit der Jobcenter in Folge der Corona-Pandemie gekennzeichnet ist, folgte eine Vorstellung des Modellprojekts „Prekäre Arbeit in Bielefeld“ (PABI) durch Marike Tabor von der GAB Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Bielefeld. Das Projekt fußt auf drei Säulen:

  • einer wissenschaftlichen Erhebung der FH Bielefeld zu den (gesundheitlichen) Auswirkungen prekärer Beschäftigung und Bewertung des aktuellen Sachstands
  • der Erstellung eines regionales Wegweisers für Ratsuchenden und Multiplikator:innen
  • die Weiterentwicklung des Runden Tischs „Prekäre Arbeit“ in Bielefeld sowie der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen Öffentlichen Institutionen und Beratungsstellen.

Im Anschluss präsentierten sich exemplarisch drei Projekte aus dem Programm REACT SOE zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration von zugewanderten Menschen, insbesondere aus Südosteuropa, Mittel- und Osteuropa.

In zwei Workshops wurden dann über die strategischen Ziele in der weiteren Zusammenarbeit des Netzwerks und über die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und den Zustrom von Geflüchteten auf die Beratungsarbeit gesprochen.

Das Netzwerk trifft sich im Herbst erneut.

Foto: Regionalagentur OWL.

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