Workshop der Hotline Zeitarbeit erfolgreich
Mit Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales NRW, des DGB, der Agentur für Arbeit, und der Zeitarbeitsverbände iGZ und BAP wurden aktuelle Fragen aus der Zeitarbeit lebhaft und lösungsorientiert diskutiert.Wie auch in den vergangenen Projektworkshops stand das Thema "Gute Arbeit in der Zeitarbeit" im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einer Begrüßung durch Magdalene Wilczek, Vertreterin des MAIS, stiegen die Workshop-Teilnehmenden ins Thema ein. Nicht umsonst war der Einladungstermin auf den 1. Dezember 2011 gelegt worden. An diesem Tag trat die zweite Novellierung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetztes (AÜG) in Kraft.
Johannes Jakob, Mitglied des DGB Bundesvorstands, erläuterte die Neuerungen im AÜG. Zuvor hatte Eva von Buch, Projektmitarbeiterin des Serviceangebots Zeitarbeit, eine Bilanz der Hotline-Arbeit im vergangenen Jahr gezogen. Wilhelm Oberste-Beulmann (Geschäftsführer START NRW und Vorstandsmitglied des BAP) und Martin Michalke ( Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Agentur für Arbeit) erläuterten das Prinzip der Verbundausbildung durch Zeitarbeitsunternehmen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden mit Hilfe einiger nachgestellter Szenen aus dem Alltag von Zeitarbeitnehmern auf deren teilweise schwierige Situation hingewiesen. Es drehte sich um das Arbeitszeitkonto, Urlaubsanträge, Fahrtkostenzuschüsse - häufig mit viel Frust und Ärger für die Betroffenen verbunden. In den oft überzogen dargestellten Szenen kam aber auch der Humor nicht zu kurz. An diese Darbietung schloss sich eine Podiumsdiskussion an, moderiert durch Dr. Jürgen Grumbach, Geschäftsführer der TBS NRW.
Die Teilnehmenden dieser Diskussionsrunde beleuchteten aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Chancen, die Bedingungen von Zeitarbeit weiterhin zu verbessern. Vieles sei schon umgesetzt worden, so Oberste-Beulmann und Stolz. So habe der iGZ schon früh den Missbrauch im Bereich der Zeitarbeit erkannt und bekämpft. Nahezu zwei Drittel der Zeitarbeitsunternehmen am Markt seien beispielsweise nicht in den Verbänden organisiert, so Stolz. Es wurde sowohl auf die Verantwortung der Kundenunternehmen als auch auf die Eigenverantwortung der Zeitarbeitnehmerinnen und -nehmer hingewiesen, um eine Verbesserung der Bedingungen in der Zeitarbeit zu erwirken. Anwesende Betriebsratskolleginnen und -kollegen konnten sowohl mit Negativ- als auch mit Positivbeispielen aus der Zeitarbeit aufwarten.
Mit dem Ziel einer Erarbeitung von Standards wollen sich die Parteien Anfang 2012 an einen Tisch setzen und verhandeln.
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