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Hotline Zeitarbeit 0211-8371925

Häufige Fragen und Antworten zu Verträgen und Arbeitsbedingungen

Hier haben wir einige häufig gestelle Fragen unserer AnruferInnen für Sie zusammengestellt:


"Wo sind die rechtlichen Grundlagen für mein Arbeitsverhältnis in einem Zeitarbeitsunternehmen geregelt?"
In Ihrem Arbeitsvertrag. Dort wird in der Regel auf einen Tarifvertrag Bezug genommen.

"Ich wurde als Helfer eingestuft, bin aber als Facharbeiter beschäftigt und müsste eigentlich höher eingruppiert werden - wie kann ich das erreichen?"
Sprechen Sie Ihren Disponenten darauf an (zur Not mehrmals) oder wenden Sie sich an den Betriebsrat im Entleihunternehmen. In der Regel muss die Eingruppierung nach der tatsächlichen Tätigkeit erfolgen.

"Durch meine Lohnabrechnung blicke ich fast nie durch - wer kann mir da helfen?"
Bitten Sie den Disponenten Ihrer Zeitarbeitsfirma, Ihnen die Abrechnung zu erklären. Sie können sich auch an die Gewerkschaften oder an ein Lohnsteuerbüro wenden.

"Mein Zeitarbeitsunternehmen erstattet mir keine Fahrtkosten - obwohl ich täglich zwei Stunden zur Arbeit unterwegs bin."
Leider gibt es in den Tarifverträgen dazu keine Regelungen. Am besten verhandeln Sie diesen Posten gleich im Bewerbungsgespräch mit Ihrem Arbeitgeber.

"Ich habe selbst gekündigt. Bekomme ich ein Arbeitszeugnis?"
Ja, Sie haben in jedem Arbeitsverhältnis das Anrecht auf ein Arbeitszeugnis.

In verleihfreier Zeit wird mein Arbeitszeitkonto vom Arbeitgeber ins Minus geführt - ist das zulässig und habe ich trotzdem einen Anspruch auf Bezahlung?"
Auch in der verleihfreien Zeit muss der Arbeitgeber Ihr Grundentgelt weiterhin bezahlen. Das Arbeitszeitkonto darf nicht ins Minus geführt werden.

"Ich muss ständig Überstunden leisten - weit über das im Arbeitsvertrag geregelte Maß hinaus. Kann mein Arbeitgeber dies von mir verlangen?"
Im Tarifvertrag ist geregelt, dass die Arbeitszeiten an die Gegebenheiten im Einsatzbetrieb angepasst werden. Die angefallenen Mehrarbeitsstunden sollten dann sauber verrechnet werden - entweder über das Arbeitszeitkonto oder die direkte Ausbezahlung. Mehr als 10 Stunden am Tag und 48 Stunden in der Woche darf in der Regel nicht gearbeitet werden.

"In meinem Einsatzbetrieb werde ich von Vorgesetzten schon seit Wochen schlecht behandelt. Wer kann mir helfen?"
Bitte wenden Sie sich umgehend an Ihre Zeitarbeitsfirma oder den Betriebsrat im Einsatzbetrieb. Führen Sie Tagebuch über die Vorfälle. Suchen Sie sich Verbündete im Betrieb.

"Im Einsatzbetrieb muss ich ohne Schutzkleidung arbeiten - die Stammbelegschaft trägt sie - wie ist das geregelt?"
Der Arbeitgeber im Einsatzbetrieb muss Ihnen bei gefährlicher Arbeit grundsätzlich Arbeitskleidung zur Verfügung stellen - also z.B. Arbeitsschuhe oder eine Schutzbrille. Ein Fall für den Betriebsrat vor Ort und für Ihre Disponenten!